<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?>
<rss version="2.0"
	xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"
	xmlns:wfw="http://wellformedweb.org/CommentAPI/"
	xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/"
	xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom"
	xmlns:sy="http://purl.org/rss/1.0/modules/syndication/"
	xmlns:slash="http://purl.org/rss/1.0/modules/slash/"
	>

<channel>
	<title>Blogberger &#187; Gesellschaft</title>
	<atom:link href="http://blog.janbromberger.de/category/gesellschaft/feed/" rel="self" type="application/rss+xml" />
	<link>http://blog.janbromberger.de</link>
	<description>Meinungen und Wahrheiten</description>
	<lastBuildDate>Mon, 17 Oct 2011 10:39:56 +0000</lastBuildDate>
	<generator>http://wordpress.org/?v=2.8.6</generator>
	<language>en</language>
	<sy:updatePeriod>hourly</sy:updatePeriod>
	<sy:updateFrequency>1</sy:updateFrequency>
			<item>
		<title>Mitschrift Götz Werner Grundeinkommen</title>
		<link>http://blog.janbromberger.de/2010/02/mitschrift-gotz-werner-grundeinkomme/</link>
		<comments>http://blog.janbromberger.de/2010/02/mitschrift-gotz-werner-grundeinkomme/#comments</comments>
		<pubDate>Sun, 21 Feb 2010 14:41:17 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jan Bromberger</dc:creator>
				<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://blog.janbromberger.de/?p=35</guid>
		<description><![CDATA[Freiheit ist ohne das Grundeinkommen nicht zu realisieren. Und Gleichheit ist auch nicht möglich, wenn andere von uns abhängig sind. Freiheit, Gleichheit, Grundeinkommen.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p class="first">Dies ist eine Mitschrift zum Vortrag von Prof. Götz Werner am 11.09.2009 auf dem Kongress Grundeinkommen in München. Es ist eine lose Sammlung, teilweise wörtlich, teilweise paraphrasiert und vereinzelt Sätze, die Herr Werner selbst zitiert. Der Vortrag kann als DVD bestellt werden auf <a href="http://www.grundeinkommenskongress.de/">www.grundeinkommenskongress.de</a>.</p>
<p>Diese Mitschrift wurde zum Artikel <a href="http://www.ruebenbankett.de/2010/02/freiheit-gleichheit-grundeinkomme/">Freiheit, Gleichheit, Grundeinkommen</a> beim <a href="http://www.ruebenbankett.de/">Rübenbankett</a> verarbeitet.</p>
<p>Die Gemeinschaft ist dazu da, dass Verhältnisse geschaffen werden, dass Menschen ihr Leben gestalten können.</p>
<p>Die Idee der Ehe: Man ergänzt sich und gestaltet dadurch ein Leben.</p>
<p>Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit.</p>
<p>Die konstruktive Unzufriedenheit mit den herrschenden Umständen ist die Voraussetzung für Innovation, für das Neue.</p>
<p>Trachte ich danach, die Freiheit meines Partners zu vergrößern oder versuche ich, die Freiheit meines Partners einzuschränken?</p>
<p>Warum sind wir nicht gewillt, auch dem anderen Menschen zu unterstellen, dass er das Richtige tun wird? Sie können keine Gesellschaft bilden, wenn Sie den anderen nicht für voll nehmen.</p>
<p>Bei Licht betrachtet, kann &#8220;Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser&#8221; nur heißen: Vertrauen für mich, Kontrolle für Sie. Wie wollen Sie eine Gemeinschaft begründen, wo Menschen ihren Lebensweg finden, wenn Sie sagen: Vertrauen für mich, Kontrolle für dich?<span id="more-35"></span></p>
<p>Grundeinkommen heißt nicht &#8220;Nimm die bereitgestellte Hängematte und verschwinde in den Wald!&#8221; sondern Grundeinkommen heißt &#8220;Wir schenken dir Zutrauen und jetzt zeig mal, was du kannst!&#8221;.</p>
<p>Erst, wenn wir mit Freude auch der bösen Nachbarin ein Grundeinkommen gönnen können, die so ganz anders ist, als wir, dann können wir das erst einführen.</p>
<p>Das Grundeinkommen ist ein Kulturimpuls. Das Grundeinkommen wird unsere Kultur dramatisch verändern.</p>
<p>Man kann niemanden überzeugen. Überzeugen kann man nur sich selbst.</p>
<p>Die Briefmarke wurde nicht von der Post erfunden, sondern von einem Nutzer der Post.</p>
<p>Wenn Wind aufkommen, bauen manche Schutzwälle und manche Windräder.</p>
<p>Die Idee des bedingungslosen Grundeinkommens muss an der Basis beginnen und je höher sie in die politische Hierarchie steigt, desto größer wird er Widerstand.</p>
<p>Wenn wir sagen &#8220;Wenn jemandem eine Arbeit angeboten wird, muss er sie auch nehmen&#8221; verabschieden wir uns vom Artikel zwölf des Grundgesetzes, das sagt &#8220;Zwangsarbeit ist in Deutschland verboten&#8221;.</p>
<p>Freiheit ist nicht, tun und lassen zu können, was man will, sondern Freiheit ist die Fähigkeit, nicht tun zu müssen, was man soll.</p>
<p>Freiheit ist ohne das Grundeinkommen nicht zu realisieren. Und Gleichheit ist auch nicht möglich, wenn andere von uns abhängig sind.</p>
<p>Kennen Sie diese vielen Fälle, diese Opferrollen in Ihrer Umgebung? &#8220;Wenn meine Eltern mich damals gelassen hätten, was ganz anderes hätte ich gemacht.&#8221; &#8220;Wenn ich es mir leisten könnte, mich von meinem Mann zu trennen, längst hätte ich es gemacht.&#8221; &#8220;Wenn ich es mir leisten könnte, mir einen anderen Arbeitsplatz zu suchen, würde ich mir schon längst nen anderen Arbeitsplatz suchen.&#8221; Merken Sie, was da für eine Lebensdramatik dahinter steckt? Da sind Menschen 20 Jahre im gleichen Unternehmen, obwohl sie da garnicht arbeiten möchten. Nur weil sie das Geld brauchen. Hat so jemand einen Arbeitsplatz? In der Statistik ja, in der Realität nein. Der hat nur einen Einkommensplatz.</p>
<p>Großes Dilemma in unserer Gesellschaft: die vielen Menschen, die sich mit ihrer Arbeit nicht identifizieren können, die sich mit ihrer Lebenssituation nicht identifizieren können. Und wenn nur diese Menschen die Möglichkeit hätten zu sagen: Ja es liegt an mir, dass ich nicht mache, was ich eigentlich machen will, dann hätten wir schon eine andere Situation. Stellen Sie sich mal vor: Es liegt an mir, dass ich mach, was ich eigentlich nicht will.</p>
<p>Freiheit, Gleichheit, Grundeinkommen</p>
<p>Mit welcher Begründung, leisten wir uns Kinderarmut? Warum leisten wir uns Altersarmut? Das müssen wir nicht, wenn es so viel Güter gibt, wie wir sie im Moment hervorbringen und auch in Zukunft hervorbringen werden. Kinderarmut kann nur dumm sein, das fällt uns ja ganz böse auf die Füße. Und Altersarmut kann nur grober Undank sein.</p>
<p>In einer Gesellschaft, wie der heutigen, stehen wir immer auf den Schultern der vorangegangenen Generation. Es ist nicht so, dass uns die Alten auf der Tasche liegen. Die Alten haben uns in die Lage versetzt, dass wir uns selbst und sie mit finanzieren können. Infrastruktur, Produktionsmittel, Wissen&#8230;.</p>
<p>Das Grundeinkommen muss so hoch sein, dass jeder würdevoll leben kann, nicht so hoch, wie wir es übrig haben.</p>
<p>Hartz IV ist wie offener Strafvollzug.</p>
<p>Da haben wir ein Problem in unserer Gesellschaft, dass wir tatsächlich meinen, wir leben vom Geld. Niemand lebt vom Geld. Wir leben alle von den Gütern und Dienstleistungen, die wir herstellen. Und wir haben natürlich genügend Güter, um denjenigen, die jetzt weniger haben, als das, was wir als Grundeinkommen dann definieren, das aufzustocken. Auch wenn Sie zu uns in den Drogeriemarkt kommen, müssen Sie nicht befürchten, dass Sie jemandem etwas wegkaufen.</p>
<p>Stellen Sie sich vor, man würde den Jugendlichen heute ein Handy verkaufen und da stünde drauf: &#8220;Fasse Dich kurz!&#8221;</p>
<p>&#8220;Alles, was produziert werden kann, ist auch finanzierbar, vorausgesetzt, wir haben den ehrlichen Willen dazu.&#8221;</p>
<p>In der früheren Selbstversorgungswirtschaft, musste derjenige, der die Steuern zahlt, der also ein Zehnt abgab, sie auch tragen. Das Zehnt fehle ihm auf dem Teller. Wer in unserer heutigen Gesellschaft steuern zahlt, trägt sie nicht. Der Harz-IV-Empfänger zahlt keine Steuern, trägt sie aber. Weil wir die Steuern immer in unsere Preise kalkulieren. Getragen werden die Steuern vom Verbraucher. Wenn es mir in meinem Unternehmen nicht mehr gelingt, meine Steuern in die Preise einzukalkulieren, bin ich pleite. Und wenn ich pleite bin, muss ich keine Steuern mehr bezahlen. Wenn ich die Steuern in meine Preise einkalkuliere, und keiner kauft, dann bleibe ich drauf sitzen. Wenn ich drauf sitzen bleibe, mache ich Verluste und wenn ich Verluste mache, muss ich keine Steuern bezahlen. Das ist aber in unserem Denken heute noch nicht angekommen. Wenn Sie durch dieses gedankliche Nadelöhr erstmal durch sind, dann kommen Sie zur Konsumsteuer.</p>
<p>Die Konsumsteuer ist die Steuer der Konsumgesellschaft und der internationalen Arbeitsteilung, genannt Globalisierung. Und weil wir uns in dieser neuen Realität, der Konsumgesellschaft und der internationalen Arbeitsteilung, immernoch so verhalten wie früher, haben wir auhc solche Probleme damit. Deswegen gehen die Arbeitsplätze weg, deswegen wandert das Kapital ab. Wenn Sie sich mal reinträumen, was es heißt, Konsumsteuer, dann würde das heißen: keine Steuerflucht, keine Spesenritter. Wir würden Kapital anziehen. Die Arbeit würde endlich wieder attraktiv. Keiner würde auf die Idee kommen, Arbeit ins Ausland zu verlegen. Ich kann Ihnen nur sagen: Sie können nirgends so effizient Produzieren, wie in Deutschland &#8211; Infrastruktur, Bildungsstand, etc. Es ist nur unser Steuersystem &#8211; ein selbst gemachtes Problem.</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://blog.janbromberger.de/2010/02/mitschrift-gotz-werner-grundeinkomme/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
	</channel>
</rss>

